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Kompletter Artikel als PDF für Adobe Reader, 13 Seiten
Inhaltsverzeichnis
Wenn man bedenkt, dass es gerade ein Mal 2 Jahrzehnte her ist, dass die Zeit der Desktop-PCs eingeläutet wurde, so wird einem dann erst bewusst, welch große Sprünge die Industrie und die Gesellschaft im Computerbereich gemacht haben.
Ein Traum für viele Künstler, Designer oder einfach nur kreative Menschen ging in Erfüllung und öffnete neue Möglichkeiten. Auch ich ließ mich davon mitreißen und bin nun schon seit vielen Jahren begeistern an der Materie dran. Man wächst mit und an seinen Erfahrungen und Kenntnissen.
So ist die aktuelle Version PSP 8 mit rund 80€ nur ein Bruchteil der Investition von Photoshop CS für rund 600€. PSP bietet ein, wie ich finde, unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis und setzt sich deutlich von allen Konkurrenzprodukten in dieser Preisklasse ab.
Sicherlich wachsen mit der Zeit die Ansprüche und mach stößt ab und an die Grenzen der Software, aber letztendlich kommt es auf das Ergebnis an. So bin ich sehr zufrieden mit PSP in der 7er Version und bin in der Lage damit alle kreativen Arbeiten zu realisieren.
Im Folgenden werde ich einige Einblicke in die allgemeinen und PSP7-spezifischen Techniken und Vorgehensweisen des 2D-Designs am Computer geben.
Zum Bearbeiten von Bilddateien stehen dem Benutzer mehrere Werkzeuge zur Verfügung. Nachfolgend sind alle Werkzeuge aus der Werkzeugleiste aufgelistet, beschriftet und die wesentlichen Funktionen angegeben. Die wichtigsten Werkzeuge sind unterstrichen.
Geht man mit dieser über ein beliebiges geöffnetes Bild so wird die Farbe des Pixels auf das man zeigt, im RGB Code dargestellt. Dies geschieht sowohl an der Stelle des Werkzeugs in einer kleinen gelben Anzeige, als auch im unteren Bereich der Farbpaletten-Leiste. Hier sieht man zusätzlich die Deckfähigkeit des Pixels (0% = vollständig Transparent; 50% = Halbtransparent; usw.) und die Farbe in einem kleinen Vorschaufenster.
Fährt man mit der Maus über die Farbpalette, so wechselt der Mauszeigen in eine Pipettenform unabhängig vom gerade gewählten Werkzeug. Auf diese Weise kann man immer ohne Umstände eine Farbe wählen, und diese gleich darauf mit dem bereits gewählten Werkzeug verwenden.
Es ist immer möglich zwei unterschiedliche Farben ausgewählt zu haben. Dies geschieht mit der linken bzw. mit der rechten Maustaste und lässt sich später ebenso mit diesen Tasten nutzen. So kann man im linken Beispiel durch Klicken mit der linken Maustaste die Farbe rot und mit der rechten Maustaste die Farbe orange anwenden.
Hier hat man nun mehrere Möglichkeiten, einen Farbwert zu wählen: - eine der 48 Grundfarben von Windows durch direktes Anklicken - eine der 16 benutzerdefinierten Farben, die man beliebig festlegen kann, in dem man die momentan aktuelle Farbe mit „Hinzufügen“ speichert - mit Hilfe des Farbrades - durch Eingabe des RGB-Codes (Rot-Grün-Blau Werte) - durch Eingabe der HSL-Werte (Hue, Saturation, Lightness) - durch Eingabe des Hex bzw. HTML-Codes, wie er in Webseiten verwendet wird.
Alle diese Angaben werden ständig aktualisiert, sodass man bei der Eingabe eines Codes, diesen sofort umkonvertiert in den beiden anderen Codes sieht. Das Farbrad lässt sich in Kombination mit dem HTML-Code Feld sehr gut für Webdesign verwenden. Wählt man eine bestimmte Farbe im Kreis, so kann man den generierten Hex-Code herauskopieren und in seinen HTML-Seiten verwenden.
Man kann relativ unproblematisch Objekte umfärben ohne manuell Hand anlegen zu müssen. In diesem Beispiel soll aus diesem roten Apfel ein blauer werden.
Wir wählen dazu Farben / Farbeinstellungen / Farbtöne anpassen …
Nun schauen wir uns den Apfel noch ein Mal genauer an und erkennen, dass er aus Farbabstufungen von violett über rot bis hin zu orange besteht. Das bedeutet, dass wir die Regler die diese Farben in der Ausgangslage zeigen, ins blaue ziehen müssen um diese Farben entsprechend zu verändern. Dadurch, dass sonst nichts anderes im Bild rot ist, besteht keine Gefahr, dass ungewollte Bereiche umgefärbt werden. Ansonsten müsste zuerst eine Auswahl um den Apfel herum erstellt werden um nur in diesem Bereich zu verändern.
Mit diesen Einstellungen erhalten wir folgendes Ergebnis und haben damit unser Ziel einer perfekten automatischen Umfärbung erreicht.
Oftmals ist es notwendig eine Person oder ein Objekt aus einem Foto zu entnehmen und in einem anderen Bild einzubetten. So kann man dies für grafische Feinheiten, die den Bildgesamteindruck verbessern (Blumenvase zur Verschönerung des Zimmers) ebenso gut nutzen, wie zur offensichtlichen Bildmanipulation (eigenes Foto auf dem Mount Everest).
Im Folgenden werden wir nun die Möglichkeiten der Auswahlwerkzeuge nutzen und auf dabei deren Funktionsweisen eingehen.
Dazu verwenden wir für die schnelle Grob-Markierung das Zauberstab-Werkzeug Die Einstellungen in der Stil-Palette übernehmen wir wie auf der rechten Seite.
Die Randschärfe belassen wir auf 0, da wir vorerst eine scharfe Auswahlkante haben möchten.
Mit dem Lasso-Werkzeug Zum Subtrahieren drückt man die [Strg]-Taste.
Damit sich die Erdbeere später besser in das Bild integriert, erzeugen wir eine weichere Kante.
„Auswahl/Modifizieren/Randschärfe…“ und wählen je nach Größe des Bildes einen passenden Wert. Im Beispiel (509x448 Pixel) erweist sich 2 als ein geeigneter Wert. Anschließend löscht ein Druck auf [Entf] den selektierten Hintergrundbereich und wir sehen deutlich eine weiche Kante (rechts).
Nun können wir diese Erdbeere auf ein passendes Motiv transportieren, in dem wir die Erdbeere mit dem Lasso-Werkzeug grob außerhalb umfahren, mit [Strg+C] kopieren und im neuen Bild mit [Strg+E] wieder einfügen. Nun nur noch mit Hilfe des Deformations-Werkzeugs
In einer meiner letzten Arbeiten verwendete ich beispielsweise 15 Layer für das Design einer Urkunde. (rechts). Bei einer solchen Anzahl ist es, ähnlich wie in der Programmierung bei Variablen, wichtig für sich sprechende Bezeichner bzw. Namen zu vergeben, um sich später schnell zurechtfinden zu können.
Jede Zeile steht für eine Ebene mit all ihren Eigenschaften, wobei die oberste Zeile auch in Wirklichkeit die oberste „Schicht“ darstellt. Wäre diese wollständig ausgefüllt, würde sie alles verdecken.
Die wichtigsten Einstellmöglichkeiten bei Layern
Jeder Layer ist durch einen Namen gekennzeichnet und ist entweder ein Pixel- oder ein Vektor-Layer, was man am Symbol vor der Bezeichnung sehen kann. Raster-Ebene (auf Pixeln basierend) Vektor-Ebene (auf mathematischen Formeln basierend)
Ebenen lassen sich sehr einfach aus- und wieder einblenden um den Arbeitsbereich übersichtlich halten zu können und die im Moment nicht benötigten Elemente zu verstecken. Dies geschieht durch einen Mausklick auf die Brille. Sichtbare Ebene: Versteckte Ebene:
Für jede Ebene lässt sich eine Transparenzstufe einstellen, sodass man bestimmte Elemente teilweise ausblenden kann. Ebene mit etwa zwei Drittel Transparenz: 100% = voll sichtbar 0% = vollkommen ausgeblendet (unsichtbar)
Ein Layer muss aber nicht nur einfach normal bestehen. Es können einige unterschiedliche Ebenen-Anpassungsmodi gewählt werden, die Auswirkungen auf das Bild auf dem Layer haben. So hellt
Neue Ebenen erstellt man entweder dadurch, dass man eine leere Ebene erzeugt, indem man auf
Das Symbol
Eine Maske ist im Prinzip ein Graustufen-Bild, das am eigentlichen Bild hängt und dessen Bereiche je nach eigener Helligkeit ausblendet.
Ein schwarzer Pixel der Maske erzeugt also eine Transparenz von 100% auf dem eigentlichen Bild, während ein weißer Pixel eine Transparenz von 0% (keine Auswirkung) erzeugt. Dazwischen befindet sich das volle Spektrum der 256 Graustufen, sodass insgesamt 256 unterschiedlich starke Transparenzabstufungen möglich sind.
Diese Graustufen-Maske kann mit den normalen Pinsel-Werkzeug bearbeitet werden, oder aber man verwendet ein fertiges Graustufen-Bild.
Im folgenden Beispiel werde ich ein Anwendungsbeispiel bei der Verwendung von Masken zum Erzeugen von Bild-Übergangs-Rändern aufzeigen.
Anwendung von Masken
Wir möchten nun dieses Auge auf diese Landschaft legen ohne dass dabei die harten Rechteckskanten stören.
Masken / Neu / Aus einem Bild …
Hier wählen wir nun das ebenfalls geöffnete Graustufen-Masken-Bild und bestätigen mit den folgenden Einstellungen. (rechts)
Das Ergebnis sieht wie folgt aus:
Wir haben nun ein einen schöne runden Übergang ins Transparente hin, ohne das eigentliche Bild zu verändern; bräuchten wir das Ursprungsbild wieder, so könnten wir die Maske über „Maske / Löschen / Nicht mit aktueller Ebene verbinden“ wieder entfernen.
Nun soll jedoch das Auge auf die Landschaft. Deshalb kopieren wir einfach das gesamte Bild mit [Strg+C] und fügen es über der Landschaft mit [Strg+L] als neue Ebene ein. Voila.
Ist ein Bild ein Mal in Graustufen umgewandelt, so sind alle Farbwerte damit verloren. Es ist also unmöglich ein Schwarz/Weiß Bild automatisch einfärben zu lassen.
Es geht jedoch manuell. Zwar wird man nie perfekte Ergebnisse erzielen können, jedoch muss diese Möglichkeit ja auch nicht unbedingt für realistische Ergebnisse genutzt werden.
Oftmals sind künstlerische Ergebnisse viel interessanter, als das Original.
Im Folgenden werden wir versuchen, diesen Kirschen einen Hauch Natürlichkeit zu verleihen, ohne jedoch den Flair der Graustufen-Grafik zu verändern.
Zuerst erstellen wir eine leere Ebene über dem Graustufenbild und übermalen nun die Objekte mit kräftigen, passenden Farben. Dass es nun etwas seltsam aussieht, ist nicht abzustreiten, jedoch sind wir ja noch nicht fertig. Man sollte sich hier nicht vom ersten Anblick täuschen lassen.
Also verringern wir die Deckfähigkeit der Farbebene auf etwa 50% und erhalten unser finales Ergebnis.
Erstellt am 15.07.04 Quellen Sämtliche Informationen stammen aus dem eigenen Wissen, sodass keine schriftlichen Informationen zu Hilfe genommen wurden.
Bildquellen: Google Bildersuche - http://www.google.de/imghp PicStyle - http://www.picstyle.de/ Selbst angefertigte Screenshots aus der Software Jasc Paint Shop Pro 7 Nähere Informationen unter http://de.jasc.com/
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© Ilja Herlein 2004 - 2009 |
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